Heute ging es ziemlich hoch hinaus. Insgeheim hatte ich schon damit gerechnet, dass mir die Brücke einen Tick zu hoch sein wird und ich mich gleich nach dem Aussteigen aus dem Auto flach auf den Boden werfen würde, um mich in den Asphalt zu krallen – aber an diesem Tag war dann doch nichts von meiner leichten Höhenangst zu spüren und ich konnte mich völlig entspannt der wirklich gigantischen Aussicht widmen.
Unter mir ging es exakt 55 Meter in die Tiefe und vor mir nahezu unendlich weit in die Ferne. Wahnsinn! Die Bauarbeiter, mit denen ich während des Shootings gesprochen hatte, haben meine Frage nach einer möglichen Höhenangst noch nicht mal verstanden. Alle drei waren – wie sie auf den Bildern sehen können – blendender Laune.
Die Köhlbrandbrücke wurde am 23. September 1974 für den Verkehr freigegeben. Sie steht auf 75 Pfeilern und hängt an 88 Stahlseilen, von denen jedes 10 cm dick ist. Ihre Länge von fast 4 Kilometern macht sie in Deutschland zur zweitlängsten Brücke. Die damaligen 160 Millionen DM Baukosten hören sich unglaublich günstig an. Heutzutage hätte die Stadt wahrscheinlich ein Angebot von 160 Millionen Euro bekommen, das dann aber – oh welche Überraschung – gleich nach Baubeginn doch noch 50 Millionen Euro teurer geworden wäre.
Wenn man direkt oben auf der Brücke steht und große Laster fahren an einem vorbei, schwingt die Fahrbahn leicht mit. Das Gefühl ist etwas beunruhigend, aber wahrscheinlich muss das so sein.
Natürlich zeige ich Ihnen nicht nur die Brücke, sondern auch das ganze Drumherum.
Genießen Sie die Aussicht!
PS: Vielen Dank an Frau Hesse für die unkomplizierte Fotogenehmigung!
Ergänzende Links
- Weitere Bilder aus Wilhelmsburg
- Weitere Hamburg-Bilder anschauen? Hier geht es zum Inhaltsverzeichnis


























24. März 2007 um 21:44 Uhr
Ich bin einfach nur sprachlos vor Faszination. Wirklich grandiose Fotos. Riesenkompliment
herzliche Grüße
der Flaneur
24. März 2007 um 22:37 Uhr
Hallo Jürgen,
danke für dein Lob. Die Köhlbrandbrücke war die bisher spannendste Bilderserie für mich. Die Höhe ist schon verdammt eindrucksvoll und man (ich) bewegt sich irgendwie anders. Ich hatte nicht wirklich Angst, auch wenn ich scherzhaft damit kokettiere, aber da oben und zu Fuß – da empfindet man doch einen gewissen Respekt…
Schönen Gruß und noch viel Spaß hier!
Jörn
11. Juli 2007 um 12:28 Uhr
Hallo Jörn!
Auch ich bin ganz begeistert von Deinen tollen HH-Fotos. Sie zeigen mal wieder, was für eine schöne Stadt Hamburg doch ist, bei jedem Wetter!!
Deine Köhlbrandbrücken-Bilder sind wirklich gut gelungen. Ich wünschte, ich hätte auch so einen guten Blick für die Situation wie Du – eine DigiCam allein macht noch keine guten Bilder! Ich üb’ halt noch!
Mach weiter so; Gruss Bernd
11. Juli 2007 um 12:38 Uhr
Hallo Bernd,
danke für das fette Lob – das verbessert meine Laune angesichts des Regens da draußen.
Was für ein Mistwetter in Hamburg …
Jörn
30. Juli 2007 um 09:59 Uhr
Hallo Jörn,
schöne Bilder !
Schade, daß Du der Vollständigkeit halber nicht noch am Ostufer ein kleines Stück am Köhlbrand entlanggefahren bist und Dich am Wendehammer in die Büsche geschlagen hast. Dort kann man nämlich noch den größten Teil der Anleger sehen, den die Trajektfähre benutzte, die durch die Köhlbrandbrücke ersetzt wurde! Gegenüber der Straße sind dann auch noch die ehemaligen Zollabfertigungsgebäude…
Schöne Grüße
Michael
30. Juli 2007 um 15:22 Uhr
Hallo Michael,
ich habe dir eben eine Mail geschickt.
Bis später dann
Jörn
29. Juli 2008 um 14:48 Uhr
Hallo Jörn,
Glückwunsch zu Deinen Bildern, die mit sehr viel Liebe zu Hamburg gemacht sind.
ein Wahlhamburger.
Achim
29. Juli 2008 um 14:52 Uhr
Hallo Achim,
danke für dein Lob – und willkommen im Hamburger Fotoblog!
Jörn