Hamburg geht baden

Nachdem nun auch in Hamburg der Sommer richtig lange durchhält und uns Temperaturen von weit über 30° beschert, sehnen sich mehr und mehr Menschen nach einer Abkühlung. Das Meer ist weit und Badeseen gibt’s hier nicht soooo viele. Die Elbe liegt sozusagen vor der Haustür und das Wasser riecht zum Teil wirklich sehr gut. Jedenfalls sind gerade vor Rissen und Blankenese die alten Phenol- und Chloroformdüfte Geschichte.

Am Wochenende vom 22.7. bis 23.7. war es an der Elbe unglaublich voll - aber nicht nur an, sondern vor allem auch in der Elbe.

Ich habe 2 Leute richtig weit raus schwimmen sehen, was ich bei der Strömung nur als selbstmörderisch bezeichnen kann. Beim Anblick der übrigen Badegäste stellte sich mir die Frage, wie es denn eigentlich aktuell um die Wasserqualität der Elbe bestellt ist.

Um mir Klarheit zu verschaffen, habe ich Herrn Bergemann von der “Wassergütestelle Elbe” angerufen. Er hat mir detailliert Auskunft geben.

Die Strömung ist definitiv gefährlich! Man sollte auf keinen Fall zu weit herausschwimmen. Dazu kommt, dass das Wasser zu trübe ist, als das man abschätzen könnte, was sich direkt unter einem befindet. Was die Schadstoffe betrifft ist es so, dass diese in den letzten Jahren deutlich weniger geworden sind. “Wenn man als Erwachsener nicht mehrere Liter Wasser schluckt, besteht eigentlich keine Gefahr” (ich würde es trotzdem nicht tun).

Ein Problem sind derzeit noch Colibakterien, die unter bestimmten Umständen sozusagen “gehäuft” vorkommen.

Als Badestelle an der Elbe sind keineswegs Orte wie Blankenese, Rissen oder Wedel ausgewiesen. Man muss eine ganze Ecke Richtung Nordsee fahren - nach Kolmar, oder an den Strand gegenüber der Elbinsel Krautsand. Dort gibt es einen erhöten Anteil Salzwasser von der Nordsee, der dafür sorgt, dass die Wasserqualität besser ist.

Mein Vorschlag: Lieber einen schönen Badesee besuchen. Der in Unterglinde (Wedel / Holm / Unterglinde) ist für meinen Geschmack schwer zu schlagen. Der Eintritt ist frei, trotzdem gibt es dort Duschen und Umkleidekabinen. Natürlich kann man seine Sachen auch einschließen. Auf die Badegäste wird aufgepasst und es gibt eine Würstchenbude. Für Kinder gibt es einen tollen Sandstrand und mehrere Spielgeräte wie Rutschen, ein Klettergerüst usw.

Falls Sie noch einen empfehlenswerten See in oder um Hamburg kennen, schreiben Sie doch kurz ins Kommentarfeld wo der ist! Dann haben alle etwas davon.

Ergänzende Infos

- Colibakterien
- Kolmar
- Krautsand

Weitere Fotostrecken finden Sie im

- Inhaltsverzeichnis

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3 Kommentare zu “Hamburg geht baden”

  1. Andreas sagt:


    Visit Andreas

    Hallo Jörn,

    Du schreibst:

    Das Meer ist weit, Badeseen gibt’s hier nicht soooo viele.

    Was sollen wir dann hier in der Mitte Deutschlands erst sagen, wenn Ihr im Norden schon sagt, das Meer ist weit….:-(

    Sitze hier in Wiesbaden, im Rhein baden würde ich auch nicht unbedingt (auch wenn es einige wieder tun) und Badeseen gibt es auch wenige. Also ab ins Schwimmbad……wobei das Becken mittlerweile auch nicht mehr kühl zu nennen ist..;-)

  2. Jörn sagt:


    Visit Jörn

    Hi Andreas,

    tja, anscheinend habt ihr Wiesbadener das gleiche Problem wie wir. Badeanstalten finde ich nicht so “hittig”. Meist ist es eng und das Wasser voller Chlor. Nein danke. Dann nehme ich doch lieber die Dusche.

    Beste Grüße aus dem Backofen namens Hamburg nach Wiesbaden!

    Jörn

  3. Heiko sagt:


    Visit Heiko

    Super traumhafte Fotos


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